Zuzanna Sosnowska zählt zu den herausragendsten polnischen Cellistinnen ihrer Generation. Als gefragte Solistin, Kammermusikerin und engagierte Pädagogin ist sie Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Besonders hervorzuheben ist der 1. Preis (ex aequo) sowie acht Sonderpreise beim 10. Internationalen Witold-Lutosławski-Wettbewerb in Warschau. Insgesamt wurde sie mit über 20 Preisen auf drei Kontinenten ausgezeichnet, darunter: 1. Preis beim Internationalen Anton-Rubinstein-Wettbewerb in Düsseldorf, 3. Preis beim B. Mazzacurati-Wettbewerb in Turin, 2. Preis beim Cellowettbewerb in Liezen, 1. Preis beim 17. Internationalen Petar-Konjović-Wettbewerb in Belgrad, 2. Preis (1. nicht vergeben) sowie ein Sonderpreis beim IX. Antonio Janigro Wettbewerb in Poreč und Sonderpreise in Zagreb und beim Internationalen Wettbewerb „Luis Sigall“ in Chile.
Sie konzertierte solistisch mit führenden Orchestern wie dem Nationalen Philharmonischen Orchester Warschau, dem Polnischen Rundfunkorchester, der Podlasie Oper und Philharmonie, AUKSO, der Orquestra de Cambra de Mallorca, dem Orchestra della RAI in Turin, den Metamorphosen Berlin sowie der Philharmonie Lübeck unter Dirigenten wie Antoni Wit, Ahmed El Saedi, Tadeusz Strugała, Marek Moś, Dawid Runtz, Michał Klauza, Andrzej Humala, Mirosław J. Błaszczyk, Szymon Bywalec und Andrzej Klocek.
Mit dem spanischen Pianisten Magí Garcías bildet sie ein erfolgreiches Sosnowska-Garcias Duo, das u. a. den 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb Salieri-Zinetti in Verona sowie den 2. Preis beim Swedish Duo Competition in Katrineholm gewann. Gemeinsam veröffentlichten sie 2025 die CD „Im Volkston“ mit Werken von R.Schumann, M. de Falla und F. Say.
Als Mitglied des Tansman Trios tritt sie regelmäßig in ganz Polen auf – etwa im Rahmen der Programme „Polnische Musikszene“, „Silesia Sonans“ oder „Szczecin Classic“. Das Ensemble widmet sich insbesondere der Musik seines Namensgebers Aleksander Tansman. Im Dezember 2023 erschien das Debütalbum „Tansman Trio plays Tansman“ mit Ersteinspielungen von Tansmans Werken für Streichtrio beim Label DUX.
Zahlreiche Einladungen führten sie zu renommierten Festivals wie Krzyżowa Music, BASSO – Biennale der leisen Töne, den Sommerkonzerten in der Grochowska-Straße, Clasclas (Spanien), Music Connects (Schweiz), Thy Chamber Music Festival (Dänemark), Musikfest Goslar und dem Heidelberger Frühling. Dort musizierte sie mit Künstler:innen wie Vadym Kholodenko, Sunwook Kim, Marie-Pierre Langlamet, Antonio Meneses, Arto Noras, Diana Ketler, Roland Krüger, Andrej Bielow, sowie Sharon Kam und Midori.
Zuzanna Sosnowska trat u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Beethoven-Haus Bonn, im Königlichen Schloss Warschau, in der Philharmonie Luxemburg und im Auditorio Nacional Madrid auf. Ihre Konzerte wurden von Polskie Radio Dwójka, dem NDR, Radio Nacional de España, Idagio und Telewizja Allegro HD übertragen. Mit dem Nationalen Polnischen Rundfunkorchester unter Bassem Akiki nahm sie das Cellokonzert Nr. 1 von Grażyna Bacewicz auf.
Im Alter von sieben Jahren begann sie ihre Cellostudien in Białystok bei Grażyna Gedroyć. Von 2009 bis 2012 studierte sie an der Musikschule Z. Brzewski in Warschau bei Prof. Andrzej Orkisz. Anschließend absolvierte sie ein sechsjähriges Studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, das sie 2018 mit Auszeichnung abschloss. Es folgte ein Masterstudium an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Prof. Jens Peter Maintz und Fernando Arias sowie das Konzertexamen an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Troels Svane, das sie 2023 beendete.
Für ihre Leistungen wurde sie u.a. mit dem Sonderpreis der spanischen Königin (2019 und 2020) sowie mit Stipendien der Yehudi Menuhin Stiftung, der Villa-Musica Stiftung, des Nationalen Kinderfonds Polen, des Deutschlandstipendiums, des Charlotte Krupp Stipendiums und des polnischen Kulturministeriums ausgezeichnet.
Seit 2022 ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Ab 2025 übernimmt sie außerdem eine Lehrtätigkeit am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg und als Gastprofessorin wird regelmässig zu Masterclasses an Conservatorio Superior de Illes Balears in Palma de Mallorca eingeladen. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse in Polen, Deutschland, Spanien und Namibia – stets mit großer pädagogischer Leidenschaft.
In der Saison 2025/26 wird sie als Solocellistin im Gürzenich-Orchester Köln mitwirken.
Aktuell spielt Zuzanna Sosnowska auf einem Cello des polnischen Geigenbauers Andrzej Bobak aus dem Jahr 2007.